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Pizza und Wein: Una combinazione deliziosa

Pizza und Wein: Una combinazione deliziosa

Geschrieben von Miriam Schröer am .

Pizza – eine simple Speise, die einen Siegeszug über den ganzen Globus angetreten ist und aus unserem Küchenrepertoire nicht mehr wegzudenken ist. Kaum ein Gericht steht für mehr Geselligkeit und Spaß in Freundesrunden, kaum eines ist schneller zubereitet und das Beste: aufgrund der unzähligen Topping-Varianten schmeckt Pizza fast jedem.
Was trinkst du zu deiner Pizza? Wein? Bier? Wasser? Saft? Trinkst du immer dasselbe oder wechselst du ab? Überlegst du dir dabei, was zum Belag deiner Pizza passen könnte? Wie du dein Pizzavergnügen auf ein neues Niveau heben kannst, liest du in diesem Blogbeitrag. Von der klassischen Margherita bis zur feurigen Diavola: hier findest du Tipps, welcher Wein die Aromen deiner Lieblingspizza perfekt ergänzt. Erfahre, warum Wein und Pizza ein unschlagbares Duo sind, und entdecke praktische Tipps für die optimale Weinwahl. Bereit für eine kulinarische Reise?

Warum Wein zur Pizza?

Fun Fact: Zu Pizza trinkt man traditionell Bier – zumindest in Italien. Pizzaschnitte in der einen Hand, Bier in der anderen – fertig ist der schnelle Imbiss.
Aber die Ansprüche an die bunt belegten Fladen haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Pizza ist vom Fastfood zur handwerklichen Delikatesse aufgestiegen. Für eine High-End-Pizza aus Sauerteig mit langer Teigführung und erstklassigem Belag zahlt man im Lokal natürlich auch entsprechende Preise. Wer sich das gönnt, möchte mehr als eben mal schnell den Hunger stillen – hier ist Genießen mit allen Sinnen angesagt.
Ob du in der Nobel-Pizzeria einkehrst oder Eigenkreationen am heimischen Ofen zubereitest: neben einer Speise in Topqualität sollte meiner Meinung nach auch ein entsprechendes Getränk stehen. Und in unserem Kulturkreis ist Esskultur nun Mal sehr eng mit Weingenuss verbunden.
Klar kannst du weiter ein (erstklassiges) Bier zur Pizza trinken. Angesichts der großen Vielfalt an Weinstilen hast du aber mit Wein unvergleichlich viel mehr Pairing-Möglichkeiten. Ich bin sicher, für jede Pizzavariante gibt es den idealen Wein. Dabei gilt: Pizza und Wein sollten sich möglichst in ihren Aromen ergänzen. Dein Wein soll deiner Pizza nicht die Show stehlen, aber auch nicht sang- und klanglos untergehen.
Schauen wir uns doch mal an, was wozu passt und warum:

Welcher Wein zu welcher Pizza?

Das Schöne an Pizza ist, dass man sie so variantenreich zubereiten kann, dass es für jeden Geschmack die passende gibt. Selbst wenn du eine ganze Familie verköstigst oder eine Party gibst – du kannst in einem Rutsch die unterschiedlichsten Spielarten zubereiten und jeder deiner Gäste wird sein Lieblingsstück finden.
Welcher Wein zu Pizza passt, richtet sich nach dem Belag. Der Pizzaboden an sich ist neutral und die geschmacksgebenden Komponenten liegen alle obendrauf. Die Faustregel bei der Kombination mit Wein lautet: Je feiner der Geschmack der Zutaten, desto dezenter sollte auch der Wein sein.

Pizza ist so vielseitig wie lecker. Für jeden Geschmack gibt es eine Pizza und für jeden Pizzabelag den passenden Wein.

Wein zu Focaccia

Zugegeben: Es wird möglicherweise selten vorkommen, dass man zu einem Glas Wein simples Pizzabrot snackt. Aber wenn doch, dann sei hier der Vollständigkeit halber auch der passende Wein genannt.

Zur neutralen Focaccia „ohne alles“: Hier kannst du dich austoben mit säurebetonten und frischen Weißweinen. Zum hefigen Charakter des frischem Brots passen Vermentino, Grüner Veltliner, Chardonnay und sogar Riesling. Wähle dennoch keine Weine, die im Holzfass ausgebaut wurden, sondern klassische Vertreter. Tipp: Schaumwein! Trockener Sekt oder, wenn du es milder magst, Prosecco dazu machen richtig Spaß.

Bereitest du deine Focaccia mit Knoblauch(öl) zu, dann ist das schon ein ziemlicher Brocken für den Begleitwein. Die gute Nachricht: Knoblauch kannst du dafür mit einer Vielzahl an Weinen matchen – nur allzu prägnante Tannine nimmt er dir übel. Zur Focaccia mit Knoblauch passen Weißweine mit moderater Säure und mittlerem Körper sehr gut. Probier’s mal mit französischen Weißen aus dem Südwesten oder dem Languedoc oder mit einem weißen Côte du Rhône. Magst du lieber Rotwein? Dann halte dich an tanninärmere Kandidaten wie Chianti Classico oder Pinot Noir.

Wein zu Pizza Bianca

Die „weiße Pizza“ – kommt ohne Tomatensauce aus. Gute Nachricht für alle Verweigerer der roten Früchte und ebenso gute Nachricht für das Wein-Pairing! Denn die Tomate ist leider zickig – sie mag weder übermäßige Säure, noch Tannin. Das gibt sie dann auch prompt durch einen metallischen Geschmack zu verstehen.

Bei der Bianca brauchst du darauf aber keine Rücksicht zu nehmen, und (je nach weiterem Belag) kannst du ohne Sorge einen frischen, säurebetonten Weißwein (Vermentino, Fiano oder im Stahltank ausgebauter Chardonnay) dazu reichen. Wenn dir Rotwein sympathischer ist: nur zu. Achte aber unbedingt immer darauf, dass der Rotwein nicht zu gerbstoffbetont ausfällt. Sorten mit wenigen bzw. weichen Tanninen wie Trollinger, Pinot Noir, Merlot und Zweigelt bieten sich hier an.

Die Bianca kann gänzlich „nackig“, also ohne Sauce zubereitet sein, oder aber mit einer weißen Sauce, zum Beispiel auf Ricottabasis.
Ricotta verlangt aufgrund seines Fettgehalts nach einem Weinpartner mit ausreichend Säure. Trau dich hier ruhig mal an Schaumwein! Mit Prosecco zum Beispiel wird das vermeintlich simple Gericht zur prickelnden Delikatesse.

Bei den übrigen Zutaten für den Belag sind wiederum keine Grenzen gesetzt – erlaubt ist, was gefällt.
Zum vegetarischem Belag kannst du einen frischen Sauvignon Blanc kombinieren, der die gemüsigen Aromen widerspiegelt. Zwar gelten insbesondere Spargel und Artischocken als schwierige Weinpartner – Stichwort: metallischer Geschmack – aber eingelegte Artischockenherzen und grüner Spargel auf der Pizza verpacken auch einen knackigen Weißwein. Vor allem dann, wenn auch der restliche Belag aus viel grünem Gemüse (Kaiserschoten, Fenchel, Erbsen, Paprikaschoten, Fenchel, usw…) besteht. Mit einem Sauvignon Blanc oder Soave wirst du viel Freude haben.
Weitere Pairings richten sich, wie bei der „roten“ Pizza mit passierten Tomaten oder Tomatensauce, nach den jeweiligen Toppings.

Wein zu Pizza Margherita

Die Ur-Pizza. Der Legende nach schuf der Bäcker Raffaele Esposito diesen Klassiker zu Ehren des Besuchs von Königin Margherita in Neapel im Jahr 1889. Der Fladen in den italienischen Nationalfarben mit saftigen Tomaten, schmelzigem Büffelmozzarella und frischen Basilikumblättern trat einen Siegeszug um die ganze Welt an.
Der Wein dazu muss es mit den Tomaten aufnehmen, hier braucht es ausreichend Säure und Frucht. Wenn du Rotwein magst, dann halte dich an fruchtbetonte Rote mit moderatem Tannin wie Barbera d’Asti, Merlot oder Chianti Classico. Beaujolais (nicht Nouveau!) mit seiner herrlichen Frucht und Pinot Noir sind weitere Optionen. Tipp: Probiere unbedingt auch mal einen trockenen, nicht zu schlanken Rosé zur Margherita, etwa einen Primitivo Rosato!
Du bevorzugst Weißwein? Dann halte dich an Soave, Fiano oder Arneis. Pinot Grigio aus Südtirol oder Friaul-Julisch Venetien sind mit ihrer moderaten Säure und aromatischen Frucht ebenfalls ideale Begleiter.

Wein zu Pizza Marinara

Spoiler: Die Marinara enthält keine Meeresfrüchte! Sie ist eine Variante aus der neapolitanischen Küche und eng verwandt mit der Margherita. Die Marinara wird schlicht mit Tomatensauce, Olivenöl, Oregano und Knoblauch, aber ohne Käse zubereitet.
Marinara heißt diese Variante deshalb, weil sie ursprünglich eine Speise der Fischer war. Die Zutaten sind alle gut haltbar und die Pizza ließ sich auch in einem Ofen an Bord backen. Meeresfrüchte oder Sardellen wären für Fischer und Seeleute früher auch viel zu teuer gewesen.
Zur Marinara harmonieren ähnliche Weine wie zur Margherita: mit Körper und nicht zu hoher Säure ob der Tomatensauce. Hier liegst du wieder mit Burgundersorten ohne Holzeinsatz richtig, zum Beispiel Pinot Grigio aus Südtirol oder dem Friaul. Mal was anderes: Chasselas (Gutedel) aus der Schweiz oder aus Baden oder Neuburger aus Österreich. Rosé: ja, unbedingt – wenn er nicht zu schlank ist und eine schöne Kräuterwürze hat, die mit dem Oregano harmoniert.

Tomaten sind nicht immer ganz einfach mit Wein zu kombinieren. Die weiteren Zutaten auf der Pizza machen es dennoch möglich.

Wein zu Pizza mit Fisch

Bei Pizza mit Fisch gibt es im Grunde die drei Klassiker Salmone, Tonno und Napoli (mit Sardellen).

Für die Tonno wird in der Regel Dosenthunfisch verwendet. Dieser schwimmt in der Dose in einer salzigen Lake und das merkt man auch nach dem Backen der Pizza noch. Der kräftige Geschmack des Tonno harmoniert gut mit einem leichten Weißwein wie einem dezent fruchtigen Arneis oder ein Vermentino. Wer Rote bevorzugt, greift zu Vernatsch aus Südtirol.

Ist Lachs ein dominierender Part des Belags, dann greif zu einem körperreichen Weißwein. Pinot Grigio, Vermentino oder Verdicchio passen gut. Und nicht nur farblich harmoniert auch ein trockener, nicht zu leichter Rosé mit dem zartrosa Fisch.

Sardellen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Pizza Napoli. Für Umami-Freaks wie mich das Non-Plus-Ultra. 😋 Zu den salzigen Minifischen passen ebenfalls wieder Rotweine mit geringem Tanningehalt, der Chianti Classico steht schon in den Startlöchern. Außerdem genial dazu: trockene Schaumweine! Die puffern nämlich die Salzigkeit der Sardellen hervorragend ab. Trau dich ruhig an einen Sekt Brut oder einen knackigen Crémant von der Loire oder aus dem Limoux.

Wein zu Pizza Frutti di Mare

Die Version mit Meeresfrüchten wird traditionell ohne Käse zubereitet. Dafür sind dann die Aromen aus der Tomatensauce und den Meeresfrüchten umso präsenter. Auch der Knoblauch spielt sich gern mal in der Vordergrund.
Zur Frutti di Mare harmonieren Weißweine, die aber nicht zu leicht sein sollten. Zu fruchtbetont und zu säurebetont sollte dein Begleitwein ebenfalls nicht sein – Stichwort Tomaten. Ergo: ein fülliger Grauburgunder, ein Auxerrois, ein weißer Côtes du Rhône passen alle super. Grundsätzlich liegst du mit den Burgundersorten richtig – sofern diese nicht im Holz ausgebaut sind. Sehr fein dazu auch: ein trockener, nicht zu fruchtiger Rosé.

Wein zu Pizza mit Salami, Rohschinken, Speck, Zwiebeln und Co.

Hier geht’s wieder in die Umami-Ecke. Herzhafte Salami, zart salziger Prosciutto Crudo, knuspriger Speck…
Die Wurstwaren bringen einen hohen Salz- und Fettanteil mit sich. Die rustikalen Fladen verlangenen einen kräftigen Wein, der mit der Würze und Intensität mithalten kann. Aber: der Wein sollte auch nicht zu viel Gerbstoff haben. Ein Rotwein mit moderaten, sanften Tanninen ist eine gute Wahl. Chianti Classico geht super. Alternativ kannst du Ausschau halten nach Tempranillo, Barbera oder Merlot. Geheimtipp: trockener Lambrusco ist ein super Match zur herzhaften Salami!
Wenn dein Wunschwein im Holzfass ausgebaut wurde, dann sollte der Holzeinsatz (und damit die Tanninstruktur) dezent sei. Alternativ – wenn du dir das gönnen willst – greifst du zu einem hochwertigen gereiften Rotwein, bei dem die Tannine aus einem Fassausbau gänzlich eingebunden und schmeichelweich sind (reife Merlots oder Bordeaux-Cuvées).

Wein zu Pizza Diavola & Co.

Mit scharfen Sachen hat es Wein zugegebenermaßen eher schwer. Peperoni und Co. verlangen auf jeden Fall nach körperreichen Weinen. Motto: Je intensiver die Aromen auf der Pizza, desto mehr Power darf (muss) der Wein haben.
Vorsicht bei sehr scharfen Zutaten wie Pepperoni, Chili und Co.: Säurebetonte Weine verstärken die Schärfe zusätzlich. Falls die kleinen Scharfmacher den Pizzageschmack wirklich dominieren, dann kannst du auch auf einen Wein mit Restsüße (halbtrockene Kabinette oder Spätlesen) zurückgreifen – die Süße balanciert die Schärfe.
Sind die scharfen Komponenten nicht dominant und halten sich die Waage mit den weiteren Zutaten, dann sind Rotweine mit moderatem Tannin und ausgeprägten Fruchtaromen ideal. „What grows together, goes together“ bewahrheitet sich hier wieder mal, denn Sangiovese, Nero d’Avola und Primitivo sind ebenbürtige Sparring-Partner.

Scharfmacher wie Chili, Pepperoni & Co. auf einer Pizza sind eine Herausforderung für die Weinbegleitung.

Wein zu vegetarischer Pizza

Wie schon weiter oben bei der Bianca erwähnt: grünes Gemüse harmoniert unter anderem mit Wein, der frische und vegetabile Aromen hat. Ein Sauvignon Blanc mit nicht zu prägnanter Säure ist hier goldrichtig. Wenn du es dezenter magst, greife zu Pinot Grigio.

Hier ein paar Tipps, was mit welchem Gemüse harmoniert:

  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Kaiserschoten):
    Weißwein mit moderater Säure (Pinot Grigio), leichter Rosé (Côtes de Provence), leichter Rotwein (Trollinger, leichter Pinot Noir)
  • Spinat:
    Kann ebenso wie Tomaten in Verbindung mit Wein zu einem metallischen Geschmack führen.
    Der Begleitwein sollte daher nicht zu kräftig sein und nicht zu viel Säure haben. Tipp: weiße Burgundersorten (Grauburgunder, Chardonnay), Silvaner, Auxerrois, Chasselas
  • Kohlgemüse (Brokkoli, Blumenkohl und Verwandte):
    Kohlgemüse haben einen leicht bitteren Geschmack, deshalb eignen sich auch hier keine allzu säurebetonten Weine. Greif auf säurearme Weiß- oder Rotweine zurück. zum Beispiel weiße Burgundersorten (Chardonnay, Grauburgunder, Weißburgunder), klassisch ausgebaut oder mit leichter Holznote. Bei den Roten halte Ausschau nach Weinen mit wenig und weichem Tannin, wie Primitivo oder Merlot.
  • Zwiebeln & Lauch:
    Je nach persönlicher Vorliebe wählst du einen fruchtbetonten Rotwein (Primitivo, Merlot). Ist Lauch die Hauptzutat des Pizzabelags, dann darf es auch gern ein spritzigerer Weißwein mit mehr Säure sein wie Riesling oder Sauvignon Blanc.
  • Tomaten, Paprika & Aubergine:
    Diese Nachtschattengewächse haben alle einen Umami-Geschmack. Als Begleitung eignen sich samtige und mittelkräftige Rotweine wie eine Rioja Crianza, Chianti Classico oder Nero d’Avola! Bevorzugst du Weißwein, dann schaue nach Vermentino oder Roero Arneis.

Wein zu Pizza Funghi

Ein Sonderfall unter den vegetarischen Pizzabelägen nehmen Pilze ein. Hier haben wir es ebenfalls wieder mit einem Umami-Geschmack und erdigen Aromen zu tun. Hier gilt es, den Wein mit Fingerspitzengefühl auszuwählen. Rotwein passt grundsätzlich, sollte aber nicht so intensiv sein, dass der feine Geschmack der Schwammerln völlig untergeht. Ideal ist es, wenn der Rotwein die erdigen Noten der Pilze spiegelt, wie zum Beispiel ein reifer Nebbiolo oder Pinot Noir.
Beim Weißwein machst du alles richtig, wenn du auf einen nicht zu säurebetonten Wein mit gutem Körper setzt. Greif‘ ruhig auf die Allzweckwaffe Pinot Grigio aus Südtirol oder dem Friaul zurück. Mal was anderes: ein Clairette aus dem Languedoc oder ein Vermentino mit solidem Körper.

E ora: Buon appetito!

Wie immer gilt: Die Wein-Food-Pairings in diesem Artikel sind lediglich Anregungen. Die vorgeschlagenen Weinstile stehen beispielhaft für passende Weintypen zur jeweiligen Pizzavariante. Du kannst die genannten Weine beliebig gegen Weine ähnlichen Stils austauschen.
Wie du deinen persönlichen Lieblingswein (nicht nur) zu den vielseitigen Teigfladen findest, erfährst du übrigens im Sensorik-Workshop!


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